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Rainer Maria Schießler: Ein Plädoyer für Humanität und Glauben

Pfarrer Rainer Maria Schießler spricht über die Herausforderungen der Humanität und den flüchtigen Charakter des individuellen Glaubens in der modernen Gesellschaft.

Von Nicolas Braun12. Juni 20263 Min Lesezeit
Aktueller Stand

Pfarrer Rainer Maria Schießler spricht über die Herausforderungen der Humanität und den flüchtigen Charakter des individuellen Glaubens in der modernen Gesellschaft.

MÜNCHEN, 12. Juni 2026Eigener Bericht

Pfarrer Rainer Maria Schießler ist bekannt für seine unkonventionelle Art, die Themen Glauben und Humanität zu diskutieren. In seinen Predigten und Gesprächen bringt er zur Sprache, dass Humanität nicht angeboren ist und der individuelle Glauben oft flüchtig bleibt. Dies sind herausfordernde Aussagen, die einen tiefen Einblick in die menschliche Natur und die sozialen Dynamiken unserer Zeit gewähren.

Schießler sieht in der modernen Gesellschaft eine zunehmende Entfremdung von den Werten, die unsere Gemeinschaften zusammenhalten. "Humanität wird nicht automatisch übertragen; sie muss erlernt und gepflegt werden", sagt er oft. Diese Ansicht spiegelt sich in seiner täglichen Arbeit wider, wo er versucht, Brücken zwischen Menschen zu bauen und das Verständnis füreinander zu fördern. In einer Welt, in der Meinungsverschiedenheiten und Konflikte oft dominieren, hat Schießler die Mission, die Menschen an ihre gemeinsame Menschlichkeit zu erinnern.

Sein Ansatz ist pragmatisch. Durch Gespräche, soziale Projekte und eine offene Predigtkultur schafft er Raum für Reflexion und Diskussion. Es geht ihm nicht darum, dogmatische Antworten zu geben, sondern vielmehr um die Anregung von Gedanken und den Austausch von Perspektiven. Schießler glaubt, dass es wichtig ist, den Einzelnen in seiner Skepsis und seinen Ängsten ernst zu nehmen und ihm die Möglichkeit zu geben, seinen eigenen Weg zu finden.

Humanität und der flüchtige Glaube

Humanität und Glauben sind eng miteinander verknüpft, doch die Herausforderungen sind vielfältig. Der Glaube, so sagt Schießler, wird oft als etwas betrachtet, das von außen kommt und nicht tief im Inneren verankert ist. In einer Gesellschaft, die zunehmend von Konsum und individueller Selbstverwirklichung geprägt ist, wird der Glaube häufig als etwas Flüchtiges wahrgenommen – eine Art Werkzeug, um sich in schwierigen Zeiten zu stützen, ohne eine dauerhafte Verwurzelung zu erfahren.

Diese Auffassung wirft Fragen auf: Wie können wir eine tiefere Verbindung zu unserem Glauben herstellen, wenn die Welt um uns herum so viele Ablenkungen bietet? Schießler ermutigt die Menschen, sich aktiv mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen und sich nicht mit oberflächlichen Antwortmustern zufrieden zu geben. Er sieht es als seine Aufgabe an, die Menschen dazu zu inspirieren, die Wurzeln ihres Glaubens zu erkunden und eine lebendigere Spiritualität zu entwickeln, die über den Moment hinausgeht.

In seinen Gesprächen geht Schießler oft auf persönliche Geschichten ein, um zu verdeutlichen, wie wichtig es ist, gemeinsame Erfahrungen zu teilen und Empathie zu entwickeln. Die Kraft der Menschlichkeit liegt im Dialog und im Zuhören. Diese Werte sind besonders in schwierigen Zeiten entscheidend, wenn Vorurteile und Missverständnisse leicht wachsen können.

Pfarrer Schießler fordert nicht nur seine Gemeinde, sondern auch die Gesellschaft insgesamt dazu auf, sich diesen Herausforderungen zu stellen. In einer Zeit, in der oft das Ego und der persönliche Vorteil im Vordergrund stehen, appelliert er an alle, sich auf das Wesentliche zu besinnen: den anderen als Menschen zu sehen und zu erkennen, dass wir alle Teil einer größeren Gemeinschaft sind.

Für Schießler ist Humanität also nicht nur ein abstraktes Konzept, sondern eine aktive Praxis, die Engagement und ernsthafte Überlegungen erfordert. Die Herausforderung, die er sieht, ist, diese Botschaft über die Mauern der Kirche hinauszutragen und in die Herzen der Menschen zu bringen. Humanität muss in allen Lebensbereichen verwurzelt sein, sei es im persönlichen Umgang, im beruflichen Umfeld oder in sozialen Interaktionen.

Sein Aufruf ist klar: Lasst uns die Menschlichkeit in den Mittelpunkt stellen und gemeinsam an einer besseren Welt arbeiten. Der individuelle Glaube kann flüchtig sein, doch die Anstrengung um Humanität sollte kontinuierlich sein. Diese Botschaft resoniert in den Herzen vieler Menschen und bietet Orientierung in einer Welt, die oft als fragmentiert und gespalten empfunden wird. Schießler zeigt uns, dass der Weg zur Humanität ein gemeinsamer ist, der uns alle betrifft, egal, wo wir uns auf unserer Glaubensreise befinden.

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